Mittwoch, 30. November 2011

Abschiedsparty

Dienstag Abend, die Abschiedsparty läuft... Wie traurig einerseits... Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt ist uns nichts besseres eingefallen, als eine Grillparty ins Leben zu rufen ;-)
Also gabs fränkische Bratwürstchen, was sonst ;-). Allerdings muss ich sagen, dass der Grill dann doch ganz gut gewärmt hat. Unsere am Dienstag in einer abendlichen Aktion gebackenen Plätzchen sind recht gut angekommen. Zudem gabs Glühwein und als Highlight des Abends Feuerzangenbowle. Jungs sind doch manchmal wirklich noch richtige Spielkinder ;-)

Kuchen habe ich heute auch schon fleißig gebacken für meinen morgigen Abschied.
Mandel-Butterkuchen

Am Packen bin ich auch schon... Nicht gerade meine Lieblingsbeschäftigung...Und morgen Abend will ich noch nach Basel fahren auf den Weihnachtsmarkt. Ich hoffe, ich komme einigermaßen pünktlich raus, im OP ist morgen doch noch einiges zu tun.
Im Spital ist mittlerweile auch schon alles schön weihnachtlich geschmückt, es gibt sogar einen Spital-Adventskalender:
Wer zuerst da ist, kann zuerst ein Säckchen aufmachen. Wir haben schon gesagt, wir gehen Donnerstag Nacht um 00:01 runter :D

Sonntag, 27. November 2011

Der letzte Dienst, er liegt so gut wie hinter mir :-)

Sonntag Abend und ich glaube es fast nicht, das Wochenende ist schon wieder vorbei. Unglaublich wo die Zeit nur hingeht...Das Wochenende war wieder relativ anstrengend... Es fing Freitags schon damit an, dass ich ab 16:30 bis 22 Uhr im OP stand. Am nächsten Tag musste ich natürlich putzmunter trotzdem meinen Dienst antreten... Auf dem Notfall gab es doch so einiges zu tun, es waren auch echt ein paar interessante Fälle dabei (wo Schrauben doch so hinwandern können ;-)). Es war zwar die ganze Zeit immer was zu tun, aber als der Spätdienst dann kam, wurde es zum Glück ruhiger und ich konnte dann doch schon gegen 16 Uhr heimgehen. Abends haben wir dann spontan entschieden, Plätzchen zu backen. War lustig und schöne Weihnachtsmusik haben wir auch noch dazu gehört. Jetzt ist für unsere Verabschiedungsparty schon beinahe fast alles vorbereitet. Heute fing mein Tag gleich mit 2 Operationen an. Wie mir der Rücken danach weh tat... Wenn man halt immer in so unergonomischen Positionen rumstehen muss... Nicht so gut auf die Dauer. Zwischen den beiden OPs gabs dann noch eine Sturzpatientin auf dem Notfall. Ich hab schon gebetet, dass nicht noch die nächste OP dazu kommt ;-) ABer hat sich zum Glück nichts ergeben... Nach der zweiten OP hätte ich dann doch gerne mal was gegessen, aber leider keine Zeit, also weitergearbeitet... Und dann hab ich "schnell" um 14:30 noch zwei Reguläreintritte bearbeitet... Zum Glück war es dann so gegen 16:30 ruhig auf dem Notfall, so dass ich dann nach Hause gehen konnte.
Da heute erster Advent ist, hab ich auch eine Kerze auf dem Notfall angezündet, um wenigstens ein bisschen Adventsstimmung aufkommen zu lassen. War zwar nur ein Teelicht, aber immerhin ;-)
Arbeiten am ersten Advent so ohne das typische Drum und Dran war irgendwie echt ein bisschen komisch.

Freitag, 25. November 2011

Der Countdown läuft, meine Tag sind gezählt

Freitag Morgen, die letzten 6 Tage Arbeit liegen vor mir. Wahnsinn, wie schnell die Zeit vergangen ist.
Mit einem lachenden und einem weinenden Auge blicke ich auf das, was kommt. Einerseits freue ich mich, nach Hause zu kommen, und alle lieben Menschen wieder zu sehen. Auch auf meine Zeit in der HNO-Klinik freue ich mich total. Aber andererseits bin ich auch wirklich traurig, dass ich von hier weg muss. Schliesslich habe ich mich hier sehr gut eingelebt und bin von allen herzlich aufgenommen worden. Ich hatte wirklich eine schöne Zeit hier, habe viel erlebt und gerade jetzt, als ich mich so richtig eingelebt habe und man auch engeren Kontakt mit den Kollegen hat, muss ich wieder weg.
Die letzte Zeit hier wird noch relativ "stressig", aber ich hab noch ein paar schöne Sachen vor/hinter mir :-)
Am Dienstag habe ich mich mit Katja in Luzern getroffen und wir sind zusammen auf die Eröffnungsveranstaltung des Lucerne Festival am Piano Off-Stage gegangen. Dort haben sich Jazz-Pianisten aus der ganzen Welt versammelt und haben ihre Künste an den Tasten dargeboten.
http://www.lucernefestival.ch/de/festivals/festival_am_piano_2011/veranstaltung/eroeffnung_piano_off_stage/
War wirklich ein sehr schöner Abend. Die Veranstaltung fand im KKL Luzern statt, super Gebäude.
Musik war sehr gut, teilweise anspruchsvoll, aber wirklich gut, war schön mal wieder etwas Kultur zu haben ;-)

Gestern Abend dann habe ich mich mit Tanja in Solothurn getroffen. Wir sind gemeinsam durch die schon weihnachtlich geschmückte Innenstadt geschlendert und haben dann in einer kleinen gemütlichen Pizzaria lecker zu Abend gegessen und viel gequatscht und Pläne für die Zukunft geschmiedet :) Weitere Besuche in der Schweiz sind bereits beschlossen!!
Dieses Wochenende habe ich leider zum Abschluss meiner Zeit mal wieder Dienst, d.h. ich kann leider nichts weiter unternehmen. Am Montag werde ich mich evtl. nochmal mit Tanja treffen.
Dienstag findet dann unsere Abschiedsparty im Stöckli statt.
Mittwoch werde ich nach Basel fahren und dort mit Katja auf den Weihnachtsmarkt gehen. Freu mich schon drauf, lecker Glühwein :D Donnerstag heisst es packen und putzen und Freitag holen mich dann meine Eltern ab.

Sonntag, 20. November 2011

Basel

Ein sehr schönes Wochenende in Basel geht zu Ende.
Freitag Mittag sind wir gemütlich nach Basel gefahren und haben uns dort erstmal im Hostel einquartiert. Danach haben wir noch einen kurzen Entdeckungsrundgang durch die Stadt gemacht.
Abends haben wir uns dann in einem Schweizer Restaurant Original Rösti und Käsefondue gegönnt. Sehr lecker :-) Nach einem guten Schlückchen Wein haben wir uns dann ins Bettchen begeben, um für den nächsten Tag fit zu sein.
Samstag sind wir gegen halb 9 aufgestanden und haben erst mal ordentlich gefrühstückt. Danach sind wir weiter durch die Stadt gezogen, haben kurz am Tinguely-Museum vorbeigeschaut, sind mit einer der typischen kleinen Fähren über den Rhein gefahren und haben das Basler Münster erklommen, bzw. genauer gesagt einen Turm davon.

Von dort oben hatten wir einen herrlichen Blick über die ganze Stadt; da das Wetter so gut war, konnten wir sogar bis ins Juragebirge und den Schwarzbald schauen. Ein netter Schweizer hat uns ausführlich erklärt, was wir von dort oben in den jeweiligen Himmelsrichtungen alles so entdecken können.
 
 In einem gemütlichen Innenhof haben wir dann - vom Hunger getrieben - eine Bio-Holzofenbäckerei gefunden und uns dort gestärkt bei Pizza und Wähe ;-) Danach haben wir schnell einen Abstecher in Migros und Coop gemacht, ich glaube die Jungs haben Käse für das nächste halbe Jahr gekauft ;-D
Julian und ich haben dann noch eine kleine Führung durch das Basler Rathaus gemacht, ein wirklich imposantes sehr schönes Gebäude.
Abends sind wir dann zu Martina auf Wohnungseinweihungsparty. War ein schöner lustiger Abend in netter Runde mit gutem Essen. Typische Schweizer oder besser gesagt Graubünder Trinkkultur durfte natürlich auch nicht fehleln und so durften wir in den Genuss des "Flämlis" kommen.
Eine Tasse Espresso wird mit ordentlich viel Zucker versehen (Achtung, nicht umrühren!), dann bekommt jeder ein Stamperl voll mit Wili. Der Kaffee wird getrunken, danach wird der Schnaps zu dem Zucker gekippt. Jetzt wirds spannend, die ganze Sache soll dann flambiert werden, so dass der Zucker karamellisiert. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten hats dann doch ganz gut funktioniert ;-)
Nach einem gemütlichen Nachtspaziergang Richtung Jugendherberge bin ich totmüde in mein Bettchen im 6-er Zimmer gefallen.
Heute morgen wieder aufstehen um halb 9, frühstücken und dann auschecken.
Im Anschluss haben wir das Kunstmuseum Basel besichtigt. War wirklich interessant, es gab viel zu sehen. Noch ein kurzer Spaziergang Richtung Zoo und dann mussten wir auch schon wieder aufbrechen. Doch da wir ja im Dreiländereck waren, ließen wir es uns nicht nehmen, kurz noch in Frankreich vorbeizuschauen. Also machten wir noch einen Abstecher nach Lymen zum Schloss Landskron. Eine schöne alte Ruine, von der man einen herrlichen Blick Richtung Basel, Schwarzwald und Juragebirge hatte.

Zurück in Zofingen haben wir uns nochmal ein leckeres Käsefondue gegönnt. Und dann hieß es leider schon wieder Abschied nehmen! Wie immer, man hätte noch soviel mehr unternehmen können/wollen, doch irgendwie reicht die Zeit einfach nie aus.
Heute Abend gibts noch eine kleine Feier von Johanna, die morgen Geburtstag hat. Sie kocht was leckeres für uns. Ab morgen heißt es dann Endspurt, 10 Tage Arbeit liegen vor mir und danach muss ich packen, denn es geht dann bald zurück in die Heimat!

Sonntag, 13. November 2011

Gorge de l'Areuse bei Neuchâtel

Heute morgen habe ich mich so gegen 6 Uhr aus dem Bett gequält, im wahrsten Sinne des Wortes. Es wäre auch wirklich mal schön gewesen, einfach faul zu sein und im Bett liegen zu bleiben, aber da ich ja jetzt nicht mehr lange hier bin, wollte ich die wenige Zeit, die ich noch habe, nutzen, um noch so viel, wie möglich zu sehen. Also bin ich Richtung Neuchâtel gefahren. Von dort ging es dann in einem Bummelzug nach Noiraigue, ein kleiner Ort in den Bergen. Mitten in der Pampa bin ich gelandet im Nebel. Auf meinem Weg durch die Schlucht war ich meist alleine unterwegs. Das war wirklich sehr erholsam. Ein schöner Weg führte durch die Schlucht, nicht anstrengend, aber auch nicht langweilig. Die Natur war wirklich wunderschön dort. Und so machte es mir wenig aus, dass ich dort alleine unterwegs war. Etwa 14 km bin ich gelaufen, von Noiraigue nach Boudry.
Nach etwa 3 h bin ich dann zurück nach Neuchâtel gefahren und habe mich noch etwas in der Stadt umgesehen. Leider wollte der Nebel heute gar nicht verschwinden, sodass ich leider keinen schönen Blick über den See hatte. Der Ort war trotzdem schön!

Glasi Hergiswil, im Anschluss Bürgenstock mit spontanem Feuerchen

Samstag musste ich erst mal ein bisschen länger schlafen, bin aber dann doch "schon" um 9:30 aufgestanden und habe mich auf den Weg nach Luzern gemacht. Dort habe ich mich mit Katja und Tobi getroffen. Zuerst sind wir nach Hergiswil in die Glasbläserei gefahren. Zuerst konnte man eine Ausstellung besuchen, die alles über die Glashütte und die Herstellung von Glas erzählt und gezeigt hat. War schön gemacht und echt mal interessant. Im Abschluss an die Ausstellung konnte man dann live zuschauen beim Glasblasen. Da wars so schön warm in der Produktionshalle ;-)




Im Anschluss sind wir dann auf den Bürgenstock gefahren, ein kleiner Berg am Vierwaldstättersee in der Nähe von Luzern. Wir hatten zunächst etwas Bedenken, da der Nebel doch sehr dicht und zäh über dem See lag, doch als wir ein paar Höhenmeter zurückgelegt hatten (wir haben uns natürlich wieder mal nicht an den vorgegebenen Weg gehalten, sondern sind unsere eigene Route gelaufen ;-) wir haben uns nicht! verlaufen ;D) konnte man schon erahnen, dass es vielleicht doch noch was mit dem Sonnenschein werden sollte...



Und als wir dann ganz oben waren, hatten wir doch tatsächlich strahlend blauen Himmel und Sonnenschein. Traumhaft war das. Wir hatten einen schönen Blick auf Pilatus und Rigi, sowie auf eine großzahl von Bergen am Vierwaldstättersee, deren Namen ich leider nicht weiß ;-) Die Wolken und der Nebel waren unter uns, sah total flauschig aus.
Tanja und ich hatten es uns schon die ganze Zeit vorgenommen, doch bis jetzt nie geschafft: ein Feuerchen in der freien Natur. Da war doch dann genau der richtige Zeitpunk dafür. Denn oben gabs eine wunderbare Feuerstelle mit jede Menge Feuerholz. Und an ein Feuerzeug sowie Würstchen hatte Katja auch noch gedacht ;-) Da stand dem gemütlichen Lagerfeuer nichts mehr im Wege und Tobi entfachte es für uns. War das herrlich warm und gemütlich.
Da es uns dort oben so gut gefiel und wir es auch nicht eilig hatten, entschieden wir uns, solange oben auszuharren, bis die Sonne unterging. War danke der Wärme des Feuers auch gar kein Problem.
Als die Sonne dann weg war, wurde es schnell frisch und wir haben uns dann auf den Weg ins Tal gemacht. Auch etwas abenteuerlich, da natürlich die Lichtverhältnisse nicht mehr ganz optimal waren. V.a. kamen wir natürlich ab einer gewissen Höhe wieder in den Nebel. Aber wir sind wieder gut zum Auto gekommen. Tobi und Katja haben mich dann wieder zum Bahnhof in Luzern gefahren und ich bin dann wieder hierher zurück gefahren.